Die Eberesche (Sorbus aucuparia), Vogelbeerbaum
Sie trägt zurzeit die orangeroten in Dolden hängenden Beeren. Bei genauem Hinsehen kann man aber die Form kleiner Äpfelchen erkennen. Die Eberesche gehört denn auch zu den Kernobstgewächsen.
Der zierliche Baum mit lockerer Krone wächst praktisch auf allen Bodenarten. Er wird 80 Jahre alt, manchmal älter, kann 25 Meter hoch werden und weist mehrere Stämme auf. Die Blühfähigkeit erreicht die Eberesche mit 5-6 Jahren.
Der deutsche Name weist auf die Bedeutung des Baumes hin. Momentan sind 63 Vogelarten 31 Säugetiere und 72 Insektenarten als Nutzer des Baumes und der Früchte bekannt. Manche der Tiere wie Eichelhäher, Siebenschläfer, oder Feldmaus legen Wintervorräte an, finden aber nicht mehr alle Früchte und tragen so zur Vermehrung bei.
Im Volksglauben hält sich die Aussage, dass die Beeren giftig sind hartnäckig. Dies ist aber falsch. Man kann Marmelade, Gelee und Saft herstellen.
Die Naturheilkunde wendet das Mittel gegen Husten, Bronchitis und Magenverstimmung an. Die evidenzbasierte Medizin spritzt das Mittel zur Senkung des Augeninnendruckes und für Diabetiker wird Zuckerersatz gewonnen.

