Orchideen
Juni 2008: Am Abschlag 8 am Steilhang blühen zwei Orchideen. Die heimischen Orchideen sind ausschliesslich Erdorchideen. Sie bevorzugen Kalkböden, ein bestimmtes Mass an Feuchtigkeit, viel Licht und die Gegenwart eines Wurzelpilzes.
In der Schweiz sind 60 Arten beschrieben, alle stehen unter Naturschutz. Die Orchideen blühen zwischen Mai und Juni, danach bilden sich Samen. Ein Schnitt der Wiesen mit Orchideen sollte erst im August erfolgen, Düngen und Pflügen zerstören sie. Die Bestäubung erfolgt über Hautflügler wie Bienen, Tagfalter und Fliegen. Unter besonders schwierigen klimatischen Bedingungen kann auch einmal eine Selbstbestäubung erfolgen, allerdings führt das zur Degeneration. Das Besondere der Orchideen ist, dass ein Blütenblatt als Landeplatz für die Insekten ausgebildet ist. Der Duft der Blüte lenkt das Insekt, und im Falle des Bienenragwurzes ist das Blütenblatt das Abbild der Biene. Sogar die Stellung, ob Hinterteil oder Kopfteil des Insektes zum Blühtenzentrum gedreht werden, muss ist vorgegeben.
Herzlichen Dank Rosmarie Wollschlegel (Clubmitglied) für diesen wertvollen Beitrag.
