Totholz
Totholz ist für viele Vögel des Waldes von grosser Bedeutung. Dort leben viele Insekten und ihre Larven, von denen sich die Spechte ernähren. Die toten Stämme erleichtern den Spechten, ihre Bruthöhlen zu zimmern. Später werden diese Bruthöhlen von anderen Vögeln und Kleinsäugern benutzt, welche keine Möglichkeit haben, mit dem Schnabel eine eigene Höhle zu bauen. Gemäss Landesforstinventar hat die Menge an Totholz seit Mitte der 90iger Jahre in allen Waldtypen der Schweiz zugenommen. Der Altholzbestand nimmt ebenfalls zu. Das heisst, Bäume werden älter, bevor sie gefällt werden. Die Vogelwarte berichtet, dass sich der Schwarzspecht-Bestand seit 1990 bis 2008 verdoppelt hat. Es profitieren aber auch die andern Specht- und einige Meisenarten von diesem Trend. Das Kulturland könnte eine sehr hohe Artenvielfalt aufweisen. Leider ist dem nicht so. Jede zweite Vogelart ist gefährdet. Daher lanciert die Vogelwarte Sempach und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau das Projekt „Mit Vielfalt punkten- Bauern beleben die Natur“. Es wurden Leitartenkarten verfasst, eine Art Rezept für Landwirte zur Förderung von Wildpflanzen und Tieren auf ihren Aeckern (näheres bei IP-Suisse). Die Konsumentinnen und Konsumenten können die Erzeugnisse unter dem Label TerraSuisse kaufen. Die Vogelwarte berichtet von einem Rekordjahr von gefiederten Patienten (916). Die meisten aus dem Strassenverkehr, Vögel, die mit Scheiben kollidieren oder von Katzen verletzt wurden. Spitzenreiter sind die jungen Mauersegler, welche aus dem Nest gefallen sind. Sie werden als Ausnahme nicht mehr von den Altvögeln ausserhalb des Nestes gefüttert.Zum Thema Scheibenkollision und Katzen und Vögel gibt es Merkblätter bei der Vogelwarte zum Ausdrucken .

